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Empörung über Vandalenakt
2020-10-12 14:01

Empörung über Vandalenakt

 

 

In der Nacht nach den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Volksabstimmung am 10. Oktober 2020 wurde die Stätte der Kärntner Einheit am Landhaushof in Klagenfurt von Unbekannten beschmiert.

Mit der Inschrift "Tod dem Faschismus" (im Slowenischen ohne Hatschek), einer Bemalung mit schwarzer und türkiser Farbe sowie den Symbolen für Sichel und Hammer - so beschmierten unbekannte Täter das Denkmal. Der Vandalenakt löste bei PolitikerInnen und VertreterInnen der slowenischen Volksgruppe große Empörung aus.

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser zeigte seine Entrüstung und verurteilte die strafbare Handlung „auf das Schärfste, nicht nur als Landeshauptmann, sondern auch als Mensch, denn sie ist ein Zeichen für Radikalismus und in diesem Fall auch von maßloser Dummheit“.

Auch der slowenische Präsident Borut Pahor drückte seine Trauer über die Schändung des Denkmals aus und wiederholte gleichzeitig die Idee der Feierlichkeiten am Samstag anlässlich des 100. Jahrestages der Kärntner Volksabstimmung in Klagenfurt. Für Hass reiche Angst, für ein Miteinander aber benötige man Mut, so Pahor.

Ihrer Empörung verliehen auch die VertreterInnen der slowenischen Volksgruppe Ausdruck.

Der Obmann der Gemeinschaft der Kärntner Slowenen und Sloweninnen, Bernard Sadovnik, verurteilte die Vandalenakte im Landhaushof aufs Schärfste und ermutigt gleichzeitig für einen Weg des Dialogs. "Solche Aktionen stehen für Radikalismus, die aber in einem gemeinsamen Kärnten und Europa keinen Platz haben dürfen. Extremismen und Sachbeschädigungen, wo auch immer, sind umgehend zu verurteilen und sollen uns noch mehr für den Weg des Dialogs und des Miteinanders ermutigen“, sagte Sadovnik.

Die Obmann-Stellvertreterin der Gemeinschaft der Kärntner Slowenen und Sloweninnen, Nadja Polzer, fand für die Schmieraktion harte Worte, die sie in den sozialen Medien teilte:

„Ich habe es satt.
Ich habe es satt, die Versuche Einzelner, die jahrelange und harte Arbeit für den Dialog und ein friedliches Miteinander der beiden Volksgruppen in Kärnten mit Vandalismus-Akten zu bedrohen, beobachten zu müssen. Ich habe es satt, die hetzerischen Parolen von Menschen, die keine Ahnung von Krieg und Faschismus haben, wieder und wieder in einer Kakophonie aus Selbstinszenierung, Scheinheiligkeit, Aggression und purer Egomanie hören zu müssen. Ich habe das Heraufbeschwören eines Konfliktes innerhalb der Volksgruppe und gegen die Mehrheitsbevölkerung – diesen Versuch, der eigenen Bedeutungslosigkeit zu entgehen und sich damit eine Existenzberechtigung zu verschaffen – satt.

Ich habe es dermaßen satt, dass manche noch immer nicht verstanden haben, dass es an der Zeit ist, nach vorne zu schauen und das größere Bild zu sehen. Nach 100 Jahren des Gegeneinanders beider Volksgruppen in Kärnten sollten auch die langsamsten Denker erkennen, dass es mehr Größe und Mut erfordert, Konflikte aufzuarbeiten und aus den daraus gezogenen Schlüssen etwas Besseres, etwas Neues, zu schaffen, anstatt auf der alten Leier das Lied vom ewigen Opfer zu spielen.

Ein Schelm, der Böses denkt, dass vielleicht manche gar nicht aus dieser anachronistischen Konflikt-Situation heraus wollen und sich stattdessen wünschen, dass der Konflikt weiter besteht...“

Copyright Bildmaterial: ORF Kärnten

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